Eduards Avia B.534 Serie III

im Maßstab 1/48 von Klaus Hoffmann

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Mit diesem Bausatz habe ich mich auf für mich sehr ungewohntes Terrain gewagt. Aber es mußte auch mal etwas Abwechslung sein

Das Modell war von Beginn an ohne Zurüstteile oder Scratch-Orgien geplant. Ich hatte zum einen wenig Lust auf irgendwelche Detailorgien, und zum anderen sollte das wirklich ein Spaßmodell werden, das im Idealfall ein halbwegs brauchbares Gesamtbild ergeben wird. Kleine Detailfehler des Bausatzes nehme ich dabei sehr gelassen in Kauf.

Als Einstieg hab ich nun erstmal die Auspufföffnungen mit einem 0,4mm-Bohrer geöffnet.

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Das Innenleben war zügig gebaut. Lackiert wurde mit Allclad Aluminium direkt auf die Teile ohne jede Grundierung; gefolgt von einem ganz leichten Washing mit Ölfarbe und einem Hauch Pigmente. Einzig über diese Lüftungsöffnung unten hab ich als Abschluß ein Stück Sheet geklebt, damit später nichts durchscheint. Die MGs sind zwar arg rudimentär, aber man sieht auch wirklich gar nichts mehr davon, wenn das Ding mal zu ist.

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Was mir echt gut gefällt sind diese bedruckten Armaturenbretter; die kannte ich ja noch nicht. Tolle Sache; minimaler Aufwand und für meine Ansprüche mehr als perfektes Ergebnis.:

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Der Rumpf wurde montiert; die Passung ist recht gut mit minimalem Zurechtdrücken.

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Zum Verspachteln der Spalten wurde mein heißgeliebter Tamiya-Putty mit Revell Aqua Clean verdünnt; das gibt eine schöne geschmeidige Masse.

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Um mir Spachtelei und zu große Flurschäden zu ersparen, kleb ich  um solche Stellen ganz eng mit Tamiya-Tape vor dem Aufbringen des Spachtels ab, so auch hier:

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Eine Stelle, die noch nachgearbeitet wird:

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Nach dem Abziehen des Tapes bleibt nicht mehr so arg viel zum Schleifen übrig:

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Die kleinen Sinkstellchen ignoriere ich großzügig, weil ich die lieber so lasse, bevor ich mir beim Versuch des Verspachtelns die Struktur ruiniere. Die Blechstöße wurden mangels Alternative mit meiner spitzen Pinzette nachgraviert.

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An der vorderen Unterseite habe ich Milliput eingesetzt, weil ich es grad in die Finger bekam und es sich mit einem nassen Wattestäbchen prima wegwischen läßt. An der Stelle hab ich nach dem Foto noch ein wenig nachbearbeitet.

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Das Leitwerk und die unteren Tragflächen sind nun auch schon montiert. Das Ausrichten ist dank der sehr guten Passgenauigkeit und der Maßangabe im Bauplan recht einfach.

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Als Stütze hab ich einfach alte Visitenkarten genommen, die genau auf die vorgeschlagenen 12,9mm gestapelt wurden. Normalerweise dienen die mir als Misch-Unterlagen.

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An der Unterseite hab ich noch die beiden Dinger, die dem Schleifen zum Opfer fielen, aus PE-Resten wieder aufgeklebt; außerdem wurde der vordere Lufteinlass sicherheitshalber abgeklebt:

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Das Cockpit hab ich mit Schaumstoff verschlossen; die Löcher für die Verspannung und die beiden Steuerseile auf der Motorhaube sind gebohrt. Man sieht auch die wieder verspachtelten Löcher vom ersten Versuch an der falschen Stelle...

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Die Flügelansätze und was sonst noch auffiel sind verspachtelt; die Teile sind damit schon lackierfertig.

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Vor dem Lackieren wurde das Modell satt mit Isopropanol abgesprüht, um Schleif- und sonstige Reste zu entfernen.

Als Farbton gibt Eduard Gunze H80 an, aber das hab ich nicht hier, zudem ist es offenbar auch nicht ganz 100%ig richtig, wenn man manchen Anmerkungen zum Modell glauben darf. Also hab ich es gemacht wie vom Militärmodellbau gewohnt: Es wurde was in meinen Augen passendes zusammengepanscht. Konkret ist das hier eine Mischung aus den Tamiya-Acryls Khaki (XF-49), Mattweiss (XF-2) und Red brown (XF-64) im Verhältnis 10:1:1. Verdünnt ungefähr 1:1 mit dem Original-Tamiya-Verdünner. Die Farbspezialisten mögen mir vergeben, aber ich benutze nun mal gerne Tamiya-Farben und vor allem hab ich die immer da.

Nur zwei paar Schnappschüsse ohne Anspruch auf 100%ig korrekte Farbwiedergabe; das zweite Bild kommt am ehesten hin:

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Mit Tamiya-Tape, das in dünne Streifchen geschnitten wird:

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wurden die Rippenbänder abgeklebt:

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Die Kanten an der oberen Tragfläche folgen noch. Nach einem Tip von Wolfgang Hennrich habe ich die Zwischenräume zwischen den Rippenbändern mit aufgehellter Grundfarbe lackiert und dann noch die abgeklebten Rippen mit abgedunkelter Grundfarbe, weil ich mit Smoke nicht soo gerne arbeite. Ich bin nun wirklich nicht der große Airbrush-Beherrscher, daher wirkt das Ganze auch ein wenig arg rustikal:

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Am Rumpf hab ich ein paar Schattierungen gesetzt in bester Panzerbauermanier. Da die Kontraste so wirklich noch zu heftig waren, wurde mit verdünnter Grundfarbe etwas eingeblendet; das sieht dann nun nach dem Entfernen der Abkleberei so aus:

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Auch der Propeller bekam schon etwas Farbe; grundiert wurde mit Tamiya Buff (XF-57), dann mit Streifchen abgeklebt

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Dann eine Schicht Braun (mit Buff aufgehelltes XF-64):

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Noch etwas Nacharbeit mit Buff, und dann eine Mischung aus Tamiya Clear yellow und clear orange mit dem Pinsel drauf:

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Auch der Kleinkram macht sich auch so langsam:

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Beim Propeller wurden dann die entsprechenden Sektionen abgelebt und in Grundfarbe lackiert

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Zurück zum Flieger selbst: Nach einer Nacht Trocknen und Überschlafen hab ich noch eine dünne Schicht Grundfarbe drübergenebelt, weil mir der Kontrast noch ein wenig zu stark war:

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Die Unterseite habe ich mit Model Master Metalizer Aluminium mit 20 % Zugabe von der zugehörigen Versiegelung lackiert:

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Es folgten die kleinen farblichen Schönheitskorrekturen (unsauber abgeklebt, Sprühnebel und solche Sachen...), und der Flieger hat eine Schicht Future bekommen.:

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Die recht wenigen Decals liegen schon bereit. Da sie sehr schön sauber gedruckt sind, kann man sich das randscharfe Ausschneiden  weitgehend schenken:

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Das Aufbringen war wirklich kein Problem:

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Kompliment an Eduard: Die Decals lassen sich exzellent verarbeiten, sind recht dünn und farbdicht gedruckt. Sie sprechen auch gut auf Mr Mark Softer an, will heißen: Sanft, aber mit gutem Effekt. Die Decals wurden mit einer Schicht Future, versehen mit einem Tick Grundfarbe, versiegelt. Damit wird gleichzeitig der harte Farbkontrast etwas gebrochen, so daß die Decals nicht mehr ganz so brutal strahlen.

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Die braune Fläche unten an dem Kühlerdingens war schnell maskiert und lackiert:

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Die Flächen wurden mit aufgehellter Farbe ein wenig schattiert. Die Fahrwerksbeine sind auch schon angeklebt; Passgenauigkeit hervorragend:

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Das Fahrwerk wurde schon zu diesem Zeitpunkt montiert, um beim noch folgenden Seidenmattklarlackauftrag ein homogenes Gesamtbild zu bekommen, zudem lassen sich vor der Lackschicht die Klebestellen besser retuschieren. Was man auf dem folgenden Foto nicht sieht: Das wirklich dezente Ölfarben-Washing; ich bin halt eher zurückhaltend damit. 

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Was man auf dem Foto sieht: Die Räder nebst Verkleidung sind dran. Ich hab die Lauffläche einfach mit der Feile ein wenig abgeflacht. Der Propeller ist natürlich nur mal probehalber angeheftet. Dann kam die finale Lackschicht; ich hab dazu glänzenden und matten Klarlack aus der Revell-Aqua-Serie im Verhältnis 1:1 gemischt und mit etwa 20 % Wasser verdünnt. Das gibt eine schöne seidenmatte Oberfläche, die zumindest mir sehr gut gefällt. Der Glanzgrad passt gut zu Ober- und Unterseite, finde ich zumindest. Die Farbe läßt sich so klasse sprühen und trocknet wirklich turboschnell.

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Das Stück um die Auspufföffnungen soll in einem dunklen Metallton lackiert werden; ich hab passenderweise ModelMaster Auspuff Metall genommen, wiederum mir einem Schuß Versiegelung. Aber erstmal abkleben:

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Gottseidank, hat auf Anhieb geklappt ohne Sauerei:

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Den Auspuffrohren selber werd ich noch etwas "Rost" verpassen. Das Cockpit hat inzwischen seine Ledereinfassung; das werd ich noch ein wenig mit Pastell behandeln. Die Scheiben sind auch halbwegs brauchbar geworden. Ein ganz klein wenig ungleichmäßige Ränder, aber ich bin zufrieden damit.

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Eine Stelle am Fahrwerksbein wurde nachgebessert, da die Stelle nach einem kleinen Crash beim Lackieren etwas unschön war. Immer noch nicht perfekt, aber mehr geht nicht ohne Flurschaden.

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Ich hatte mich letztendlich entschlossen, doch die Bausatz-PE-Teile für die Spannschlösser (oder was auch immer das ist) zu verwenden und die Verspannung an sich mit unsichtbarem Nähgarn zu machen, alleine schon, weil ich es ohnehin da hab. Vorher wurde der letzte Kleinkram montiert (MG-Läufe und PE-Lüftergitter):

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Die Montage der oberen Tragfläche war relativ unkritisch.

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Ein paar Drähte hab ich schon vor der Montage an einer Seite eingeklebt, weil ich mir einbilde, daß das die Sache ein wenig vereinfachen wird. Wie schon angedeutet hab ich dieses unsichtbare Nähgarn benutzt, das ich mit dem Edding eingefärbt hab, weil die Drähte auf den Vorbildfotos auch in Richtung Alu gehen. Einfach den Faden auf die Glasplatte legen, den Stift drauftupfen und dann den Faden durchziehen, ging ganz einfach. Und die Verklebung scheint trotzdem zu halten. Ich hab mich auch endgültig entschlossen, mangels wirklicher Alternative die Bausatz-PEs zu benutzen; mal gucken, wie das klappt. Die Dinger am Rumpf waren schon mal kein Problem; die wurden wie von ModellBoard-Mitgliedern vorgeschlagen quasi um das Seil geklebt und dann zusammen montiert (in ein vorgebohrtes 0,25mm-Loch im Rumpf).

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Die ersten "Drähte" sind dran. Klappt eigentlich sehr gut; die Edding-Farbe hält auch, was will man mehr. Gespannt wurden sie mit einer heißen Lötnadel (Mini-Lötkolben).

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Die Verspannung ist dran, ebenso die Antenne, die ich aus gezogenem Gießast gemacht hab, um sie einen Tick dünner zu bekommen. Was deren Anordnung angeht scheint es mehrere Varianten zu geben, auch fehlt die oft komplett. Egal, ich hab mich brav an die Anleitung gehalten. Die Klebestellen sind z.T. ein wenig grob ausgefallen, aber mich stört es nicht. Übrigens scheint für die Lötnadel 5 Volt eine gute Spannung zu sein; warm genug zum Spannen, aber nicht zu heiß, so daß auch bei versehentlicher Berührung der Faden nicht gleich durch ist.

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Zum Schluß blieb noch wenig Nacharbeit; einige Farbretuschen an Klebestellen, das Anbringen der letzten Bauteile, das zehnte Wiederankleben des zehnmal abgebrochenen Hecksporns, das Abtönen der Auspuffabdeckung mit Pigmenten (die war mir etwas zu hart im Kontrast...) und ein leichtes Anrosten der Auspuffrohre mit brauner Farbe und einem Tick Pigmenten.

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