Tamiya`s Dragon Wagon 1/35, Teil 5, der Trailer

Baubericht von Klaus Hoffmann

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Dann die Stützen aus 0,25mm-Plastiksheet ausschneiden (mit dem Bausatzteil als Muster), ankleben und mit dem unvermeidlichen Haltebolzen aus 0,6mm-Draht versehen. Die Streben sind vom Bausatz her aus 0,9mm-Draht; die sind aber in Natura nicht so dick, daher aus 0,5mm-Federstahldraht neu gemacht. Auf dem letzten Bild sieht man auch, da ich die mittlere Aufhängung bearbeitet habe:

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Die Halterungen an den Stützen habe ich einfach dünner gefeilt; wenig Aufwand, aber recht gute Wirkung (grün vorher, rot nachher):

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Einer der blichen Fehler beim Bau: Diese Kettchen

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waren hier auf der falschen Seite angeklebt, denn so kann man die mittleren Bretter der Ladefläche nicht montieren. Also weg damit und auf der anderen Seite wieder dran (2 fehlen noch):

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Bei der Gelegenheit: Ich montiere die Kettchen, indem ich sie mit der Pinzette schnappe und dann erst an einem Ende anklebe, dann mit einem Drahtstückchen ein Tröpfchen Sekundenkleber auf die andere Seite, kurz mit der Pinzette fixieren und fertig:

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Zwischendurch ist mir nochmal der Auspuff der Zugmaschine in die Finger gefallen; hier habe ich das Schutzblech durch ein wesentlich dünneres Messingteil ersetzt:

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Vor der Stoßstange fehlte auch noch ein Bolzen nebst Kettchen; ich hab manchmal das Gefühl, da die Kiste im Original mehr gesteckt als geschweißt wurde.

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Dann wären da noch die Führungsschienen; ihr ahnt es vielleicht schon: Auch die Dinger wurden mit Haltebolzen montiert.

Das Problem hier war: Man kommt weder bei den Schienen selbst noch an den Streben der Ladefläche mit dem Bohrer richtig bei. Also kurz nachgrübeln und los geht's:

Erstmal die Löcher in die Schienen bohren; man kann nur leicht schrg bohren, das machen wir durch einen minimal größeren Durchmesser wett:

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Dann die Bolzen aus 0,6mm-Draht erst durchstecken und an der einen Seite mit Sekundenkleber fixieren:

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Dann mit dem Seitenschneider bei der geklebten Seite abklipsen und auf der anderen Seite festkleben:

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Zum Schluß in der Mitte und außen abklipsen und fertig. So spart man wenigstens die Löcher in der Ladefläche.

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Sieht dann fertig so aus:

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Intermezzo: An dieser Umlenkrolle wurde der Schäkel durch einen Bolzen aus Draht ergänzt:

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Und hier diese Teile angeschnitten, weil die beim Original auch nicht dran sind. Sind halt Kleinigkeiten, die so zwischendurch auffallen:

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Zu guter Letzt war die Halterung der Schutzschienen, die beim Beladen die Reifen schützen sollen, dran. Diese werden bei Nichtgebrauch auf dem Vorderteil des Aufliegers aufbewahrt.

So würden die Bausatzteile aussehen.

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Was mich hier störte war die obere U-Schiene mit dem seltsamen Langloch für die Flügelmutter. Letztere ist übrigens auch beim Vorbild seeehr groß ausgefallen, also hier durchaus korrekt wiedergegeben. Die Abhilfe:

- Flügelmuttern abschneiden:

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- U-Schienen aus 0,25mm-Sheetstreifchen neu machen; die Schräge wurde einfach mit dem Seitenschneider abgeschnitten:

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So sehen dann die montierten Teile aus; die Flügelmuttern wurden einfach wieder auf die abgelängten Stäbe aufgeklebt:

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Es hat mich zwischendurch doch mal in den Fingern gejuckt; hier ein erstes "Probewohnen":

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Und so sieht es jetzt aus:

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Noch ein Detail an der Zugmaschine: Auf dem Haltewinkel für den Schraubstock habe ich mit Sechskantprofilen (von Rai-Ro) die Schraubenköpfe ergänzt:

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- An der Transportschere, die für den Flaschenzug für Reserveräder gedacht ist, habe ich die Ösen statt der zu flachen Ätzteile lieber mit Draht nachgebildet:

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Mehr habe ich hier nicht gemacht, weil das Ding später sowieso nur auf der Ladefläche des Trailers rumliegen soll.

- Die fotogeätzten Kranhaken waren mir ebenfalls zu flach und wurden durch zurechtgefeilten 0,8mm-Draht ersetzt:

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Damit sähe der Flaschenzug so aus; aber wie gesagt, der wandert nebst Krangestell auf die Ladefläche:

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Die Unterlagen für die Aufliegerstützen wurden mit einen Griff aus Draht ersetzt; nicht unbedingt wegen der Dicke, sondern weil mir wie so oft die angespritzten "Kragen" an den Bausatzgriffen einfach nicht gefallen und auch meist nicht vorbildgerecht sind:

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übrigens wird auch dieser ganze Krempel (Bretter, Unterlegkeile, Führungsschienen, Kran etc.) auf dem Trailer verstaut, aber erst nach der Grundlackierung:

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für das Schutzblech des Auspuffs liegt ein wunderbares Ätzteil bei, das allerdings lt. Anleitung mit dünnem Kupferdraht einfach festgebunden werden soll:

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Ich empfehle, die grün markierten Teile abzuschneiden (geht mit der Schere ganz einfach) und die Gitter direkt an den Auspuff anzukleben; das sollte problemlos klappen und sieht um einiges besser aus:

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Aus einem zurechtgefeilten Plastikstreifchen, einem Stückchen gezogenem Gießast und den bekannten "Kettchen" entstanden noch die Verschlüsse für die Versorgungsanschlüsse des Trailers, wenn diese nicht benutzt werden. Der Sitz der Kettchen wurde übrigens nach dem Foto noch etwas korrigiert:

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Nebenbei erwähnt: Auch ich nutze neben dem Augenmaß gerne mal das gute alte Geodreieck zum korrekten Ausrichten von Teilen; hier der Aufliegerrampen, die ich mit Sekundenkleber fixiert habe, da ich sie ohnehin nur in Transportstellung haben will:

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Dann noch ein Teil, bei dem ich länger überlegt hatte, wie ich das umsetzen könnte.

Konkret geht es um die Halteketten der Aufliegerrampen nebst Spannvorrichtung. Der Bausatz sieht hier einfach zwei Ketten vor, die oben und unten angeknotet werden.

Auf Fotos konnte man aber deutlich im Bausatz nicht vorhandene Spannhebel erkennen. Die Anleitung des Eduard-Ätzteile-Satzes zeigte, da das Teil dort wirklich sehr schön nachgebildet ist und diente mir ebenfalls als Orientierungshilfe.

Es galt also einen Kompromiss zu finden, der mit meinen Möglichkeiten realisierbar und gleichzeitig relativ stabil ist, und der sieht so aus:

- Evergreen-Profile (o,5 x 1mm) wie folgt leicht schrg ablängen:

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- Stücke zu dieser Form zusammenkleben und zurechtfeilen (oben vorher, unten nachher):

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- Aus 0,2mm-Messingblech auf dem Papierschneider ein 0,9mm breites Streifchen zuschneiden und über ein 0,5mm-Sheetstck in U-Form biegen...

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- ...und an den Enden Rundfeilen:

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- für die Haken gehe ich wie folgt vor: 0,3 mm-Messingdraht (ist hier wegen der höheren Festigkeit besser geeignet als Kupferdraht!!!) um ein Stückchen gezogenen Gießast mit passendem Durchmesser zum Schleifchen biegen:

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- An der Stelle im grünen Kreis leicht abwinkeln, am roten Strich mit dem feinen Seitenschneider abtrennen und eben biegen:

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Insgesamt hab ich auf die Weise den folgenden Kram gebastelt; die Kette ist die sehr schöne Bausatzkette:

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Die Plastikhebel werden in das Messing-U geklebt und von unten mit einem 0,3mm-Bohrer aufgebohrt; oben wird die Kette angeklebt (sorry, leicht unscharf):

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So sieht dann die fertige Kette nebst Spannhebel aus; die Stelle im grünen Kreis wird erst bei der Montage unter Spannung geklebt und sorgt so für eine einigermaßen straffe Führung:

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Hier die fertig montierten Teile:

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Hier nochmal die einzelnen Baugruppen, wie sie zum Lackieren gehen:

- Das schon oben gezeigte Gerödel für den Auflieger:

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Der Kleinkram und die Hinterachsaufhängung der Zugmaschine:

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Das Chassis, Führerhaus, Windeneinheit und der Auflieger:

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Noch zwei letzte Bilder:

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Noch eine kleine Ergänzung: Der Grat auf der Lauffläche der Gummireifen; hier hat sich wieder einmal die Methode bewährt, die ich auch bei den Slicks meiner Rennwagen anwende: Einfach mit dem Zylinderschleifpapier auf der Proxxon und etwas Gefühl runter schleifen; die Reifen bekommen damit als angenehmen Nebeneffekt auch ein etwas abgefahreneres Aussehen. Oben vorher, unten nachher:

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