Hasegawas Sukhoi Su-33

"Flanker D"

im Maßstab 1/72 von Jan-Ulf Krethlow

Die Su-27 Familie gehört in meinen Augen zu den absolut attraktivsten modernen Jets. Die Linienführung ist einfach einzigartig.Wenn dann Hasegawa dieses Muster auch noch mit neuen Formen und im Maßstab 1/72 auflegt, sind die Grundvoraussetzungen, mit nicht allzu großer Schwierigkeit ein halbwegs vernünftiges Modell auf die Beine zu stellen, schon einmal gegeben. Zur "Einstimmung" auf dem ersten Bild mal ein erster Eindruck, was da entstehen soll. Gut zu erkennen sind hier auch die doch imposanten Abmessungen dieses Flugzuegs.

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Das Hasegawa Cockpit ist, was die Detaillierung angeht, recht rudimentär ausgestattet. Angesichts der Einbaulage, eingebaut bleibt wenig davon zu sehen, aber allemale ausreichend. Trotzdem, ein wenig aufgepeppt sollte das Ganze schon werden. Hierfür wurde Teile eines Dreammodel Pe-Sets verwendet. Die erhabenen Details an den Seitenkonsolen wurden entfernt und durch die dafür vorgesehenen Pe-Teile ersetzt. Die komplette Wanne erhielt eine Lackierung im Cockpitfarbton von AKAN, einem russischen Farbhersteller, der sich auf die Farbpalette russischer Flieger und Fahrzeuge spezialisiert hat.Die Konsolen brauchten natürlich noch ein wenig Farbe. Dabei dachte ich mir, wieso eigentlich nicht die Hase-Decals dafür verwenden. Wenn´s nicht "gepasst" hätte, wäre das wieder korrigiert worden. Hier passte es aber erstaunlich gut. Ledigleich die Zusatzkonsolen erhielten noch ein paar Farbtupfer per Pinsel, ansonsten konnte das nach einem Mattlacküberzug so bleiben.

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Auch der Hase Schleudersitz wurde mit ein paar Ätzteilen ein wenig aufgewertet. Bemalt und abschließend mit silber trockengemalt, sieht das Ganze dann so aus.

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Wirklich toll finde ich das Instrumentenbrett. Der Acetatfilm wurde rückseitig mittels einem Pritt Korrekturroller weiss hinterlegt. Der Überstand wurde mit einer Skalpellklinge durchtrennt und schon passt das Ganze. Das Ätztzeil erhielt den blau-grauen Farbton des CockpitbereichsAcetat und Atzteil und der Acetatfilm wurde mittels Future mit dem Ätzteil verklebt. In die Öffnungen der Instrumente wurde per Zahnstocher von Oben noch winzige Tropfen Future eingefügt. In kleinen Mengen, wenn erforderlich mehrmals, uim den gewünschten Effekt, die Verglasung darzustellen, langsam aufzubauen. In früheren versuchen wollte ich immer zu viel zu schnell. Das ging regelmäßig daneben. Dieses Mal funktionierte es prima.

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Bevor sich dieser Bauabschnitt auf nimmer wiedersehen in die Tiefen des schönen Rumpfes verabschiedet, hier noch einmal das bisher fertiggestellte in Kombination.

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Das Cockpit wurde in die beiden Rumpfhälften eingesetzt. Dazu musste der Schleudersitz noch einmal demontiert werden. Das Instrumentencover nebst HUD wurde ergänzt. Hier passt alles einwandfrei, eine wahre Freude dieser Bausatz.

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Und er besitzt wunderbar ausgeführte Gravuren. Das folgende Foto musste einfach gemacht werden. Erstens weil es eine wunderbare Ansicht des eleganten "Vogels" zeigt und zweitens weil ich hier einmal die überragenden Gravuren zeigen kann. Anklicken und eine Verlinkung zu einem höher auflösenden Bild wird aktiviert.

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Für die Detaillierung der Intakes liegen dem Dreammodel Ätzteilsatz etliche Teile bei. Die Hasegawateile selbst sind eigentlich schon schön ausgeführt, die Verwendung der Ätzteile verfeinert das Ganze noch ein wenig. Wenngleich ich mir natürlich bewusst bin, das auch hier später nicht mehr alles zu sehen sein wird. So ist das nun einmal. Schließlich wollen wir ja auch ein wenig basteln. Die Grundstruktur des Innenbereichs besteht aus diesen beiden Teilen.

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Und hier wurde dem noch eins draufgesetzt. Die Lamellen und dessen Führungen wurden noch ergänzt. Die Klebenaht der beiden Schalen des Lufteinlaufs muss in jedem Fall noch verspachtelt werden.

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Nach den Lufteinläufen habe ich mich erst einmal den Ätzteilen für die Nozzles zugewandt. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, die sich da auftat. Hier einmal die DM-Anleitung, die zunäcxhst schon einige Fragen aufwarf.

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An dieser Stelle mal eine um ein paar Erläuterungen erweiterte Anleitung. Ein Klick auf das Bild öffnet eine größere Variante....

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Auf dem nächsten Bild sind einmal die verwendetern Werkzeuge und Hilfsmittel abgebildet. 1 = Accelerator für CA-Klebstoff, 2 = dünnflüssiger CA-Klebstoff, 3= Vergrößerungsbrille, ohne die gar nichts geht, 4 = Injektionsnadel mit durch die Nadelöffnung geführtem Kupferdraht zum Aufbringen des CA-Klebstoffs, 5 = mittelharter Gummiblock zum Rollen der in Rundform zu bringenden Ätzteile, 6 = Ätzteil-Rollset, 7 = Xuron-Ätzteilschere zum beschnedien von Überresten an aus dem Rahmen getrennter Ätzteile, 8 = Skalpell zum abtrennen der Ätzteiel aus dem Bogen, Diamantfeile, wird als Ergänzung zur Xuron-Schere, 10 = Klemmpinzette, 11 = Zange ohne Zahnung, zum Halten der Ätzteile bei deren Bearbeitung.www.scale-world.de

Eine Übersicht der Protagonisten: Von links nach rechts, die Kombination von PE 1 (außen) und PE 3 (innen). Gut zu erkennen sind hier die nach außen zeigende Nut und der Versatz der Lamellen. PE1 und PE 3 besitzen im unteren Ringbereich eine Verzahnung. Durch diese Verzahnung kann die Lage der Lamellen zueinander ausgerichtet werden. Die inneren Lamellen sollen natürlich genau zwischen den äußeren positioniert sein, was sich durch eben diese Verzahnung sauber bewerkstelligen lässt. Oben PE5, rundgerollt und verklebt. Zu erkennen ist hier im unteren Bereich eine kleine Verdickung. Diese Verdickung sorgt dafür, dass, nachdem PE5 in das unten rechts zu sehende PE10 gesetzt wurde, beim erforderlichen herausziehen von PE5 auf die erforderliche Position ein kleiner Widerstand zu fühlen ist. Den sollte man beachten, um PE5 nicht wieder aus PE10 herauszuziehen.

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Nachdem die Lamellen, zuerst die inneren, dann die äußeren, nach innen gebogen wurden, kann der Ring PE6 aufgesetzt werden. PE6 besitzt im inneren Rand eine Art "Verzahnung". Damit ist gewährleistet, das PE6 im Bereich der Nut einrastet und zwar auch in der etwas weiter innen sitzenden Nut der inneren Lamellen. Ist dieser Schritt soweit erledigt, empfehle ich unbedingt den Ring an den Lamellen zu fixieren, damit im weiteren Verlauf der Bearbeitung die korrekte Lage des Ringes gewährleistet ist.

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Vertieft in die Anleitung habe ich hier hier eine der wichtigsten Modellbaureglen ignoriert. Hätte ich hier im Vorfeld etwas genauer die in ausreichender Anzahl zur Verfgügung stehenden Vorbildfotos beachtet, hätte ich bemerken müssen, das beim Original die Lamellen etwas über den hinteren Ring hinausstehen. Da das von DM eigentlich auch berücksichtigt ist, habe ich, um unten abgebildetes Ergebnis zu erzielen, schon ein wenig "tricksen" müssen. Mann sieht, das die weiter oben erwähnte Verdickung an PE5, welche eigentlich durch PE10 verdeckt sein sollte, zu sehen ist. Dadurch habe ich erreicht, das die Lamellen nicht überstehen, was natürlich noch korrigiert werden muss..

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Die Schubdüsen können ein Blickfänger an einem Modell sein. Daher ja auch die Entscheidung in diesem Bereich die Bausatzteile auszutauschen. Da mich die Ätzteile an die Grenze des für mich persönlich Machbaren bringen und zeitgleich Aires eine Alternative im benötigten Maßstab anbietet, konnte ich nicht widerstehen. Die Aires-Düsen mussten her. Hier nun einmal ein Überblick über den Schachtelinhalt.

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Hmmm........ sicherlich feine Strukturen sind da, "aires-like" eben, auch zu erkennen. Wären da nicht die noch etwas feiner und vor allem konturenschärfer ausgeführen PE-Teile von DreamModel. Mir gefallen die Ätzteile da schon deutlich besser, auch wenn am fertigen Modell nachher sicher beide Varianten einen guten Eindruck machen. Da schlägt eben der Modellbauer durch, der sich ellenlange mit solchen vermeintlichen "Kleinigkeiten" aufhält, die später sicherlich nur einen kleinen Teil des Gesamteindrucks ausmachen. Für mich persönlich wäre es hier einfach nur verkehrt, den zweitbesten Weg zu gehen. Perfektion wird eben angestrebt, auch oder gerade im Bewusstsein, diese so nicht zu erreichen.

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