Tamiyas Mitsubishi A6M5 "Zero Fighter"

im Maßstab 1/72 von Jan-Ulf Krethlow

Ein aus neuen Formen stammendes Modell der Tamiya Warbird-Serie ist immer interessant. Muster der japanischen Streitkräfte gehören nun nicht von jeher zu meinem persönlichen "Beuteschema". Ich möchte mich jedoch einmal mit einem "Schnellschuß", einem "Zwischendurch-Modell" versuchen. Hierfür bietet der Bausatz ideale Voraussetzungen. Schöne Detaillierung auch ohne Zurüstteile, hervorragende Passgenauigkeit und relativ unproblematisch (um hier nicht das Wort "langweilig" benutzen zu müssen) gestaltete Markierungsvarianten. Aber fange ich doch einfach einmal an. Etwas schwer kann man sich mit den Farbangaben von Tamiya tun. Tamiya verweist da natürlich auf die eigene Palette, die nicht ganz so umfangreich ist, wie die anderer Hersteller. Da soll teilweise gemischt werden, teilweise wird auf die AS-Palette verwiesen. Für mich als Gunze-Nutzer zu kompliziert, ich wählte die Farben hier entweder nach Gusto oder nach Gunze-Farbnummern aus Hasegawa-Bauanleitungen aus.

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Einfach schön anzusehen. Um ein wenig Farbe ergänzt, sieht das Innenleben des Cockpits schon recht ansehnlich aus. Hier wurde, wie bei mir bei WW2 Cockpits mittlerweile üblich, ein Ölfarbwashing mit einem Mix aus grauer und brauner Ölfarbe aufgebracht. Dann folgte ein Trockenmalen einiger Kanten und abgenutzt aussehen sollender Bereiche mit silberner Revell Enamelfarbe. Zur Darstellung der Instrumente wurde übrigens ein beiligendes Decal benutzt. Funktioniert hier einwandfrei, wie ich finde.

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Der Motor, der natürlich, ähnlich wie das Cockpit, später im Innenraum des Modells fast gänzlich verschwinden wird. Trotzdem, auch hier keine Frage. Ein wenig bemalt werden, muss das Dingen. Das Ganze wurde mit silberner Farbe gesprüht, die Nabenabdeckung erhielt einen grauen Anstrich per Pinsel. Es folgte ein mehrfaches Ölfarbwashing, solange bis sich der gewünshcte Effekt aufgebaut hat. Dabei lag der Schwerpunkt natürlich auf der Abdunklung der Zylinder. Out of box, übrigens auch hier.

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Wie eingangs angedeutet, bekommt die Zero zum Abschluß eine realtiv unspektakuläre Farbegebung. Um das aber nun nicht absolut langweilig erscheinen zu lassen entschied ich mich relativ früh, dem Modell ein paar für japanische Anstriche nicht unübliche Farbabplatzer zukommen zu lassen. Und das recht umfangreich also über die gesamte Modellfläche verteilt. Dazu erst einmal die betreffenden Teile wieder mit dem später sichtbar werden sollenden Metallton eingesprüht. Um den Silberton ein wenig variieren zu lasssen erfolgte dann ein ungleichmässiges Übersprühen mit Tamiya-Smoke. Praktisch ein Abtönen mit einem lasierenden grau. Die Fahrwerksschädhte erhielten ihre Grundfarbgebung mit einem relativ ausgefallenem grün/blauen Metallicfarbton. Auf diesem Foto ist auch schon eine vorbereitend aufgebrachte weiße Farbschicht zu erkennen. Die Hinomarus, die roten Kreise der Japanischen Rumpf- und Flügelmarkierung, werden später per Schablone lackiert. So der Plan.

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An der Unterseite haben die Hinomarus keinen Rand, stellen also lediglich einen roten Kreis dar. Zu deren Darstellung habe ich Kreise aus Tamiyaband geschnitten. Dazu benutzte ich zunächst einen Kreisschneider mit dem ich aber keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen konnte. Besser zurecht kam ich schließlich mit einer Kreisschablone von RoyalModel, eigentlich zur Lackierung von Panzerlaufrollen gedacht. Die benötigten Durchmesser nahm ich von den Tamiya-Decals ab. Kreise auf das vorher lackierte Rot geklebt und in mehreren dünnen Schichten die Unterseite lackiert. Gunze H62 war hier die Farbe meiner Wahl. Das sieht dann so aus. Gespachtelt wurde lediglich ein wenig an der Rumpfnaht. Ansonsten mal wieder durchdacht konstruiert und vor allem erstklassig ausgeführt, die Tamiya-Spritzgußteile.

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Die Positionierung der "Ringe um die roten Kreise hat recht gut geklappt Allerdings fällt das dafür ausgewählte RLM 70 sehr ahnlich aus, wie das Gunze H36 (Dark Green) der Grundfarbe. Trotzdem sollten die Ringe bei genauem Betrachten zu erkennen sein. Die Panels wurden mit leicht aufgehellter Grundfarbe behandelt um eine ungleichmäßige Pberfläche zu erhalten. Das gleiche geschah auf der Unterseite.

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Heute war Decal-Day. Das Modell erhilet dafür einen Überzug aus Tamiya Clear, welches um ein kleine Menge Tamiya Smoke ergänzt wurde. Das soll das vorherige Abtönen um ein wenig mehr Tiefe ergänzen und die Oberfläche weiter auflockern. Außerdem werden die ansonsten jungfräulichen Decals ein wenig besser in das Gesamtbild eingefügt. Die gelben Balken an den Flügelvorderkanten decken absolut phantastisch. Da hatte ich ein wenig Bedenken.

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