Hasegawa`s F-104 G Starfighter

im Maßstab 1/72, von Jan-Ulf Krethlow

www.scale-world.de www.scale-world.de

Die Bundeswehr führte die Maschine ab 1962 ein. Dort stand der Starfighter als Jagdbomber und Abfangjäger F-104 G und als Aufklärer RF-104 G mit 749 Maschinen, sowie als doppelsitziger Trainer TF-104 G mit 137 Maschinen im Dienst. Hinzu kamen zeitweise 30 zweisitzige F-104 F zu Ausbildungszwecken. Die Einführung eines solch komplexen Waffensystems verursachte innerhalb der Streitkräfte naturgemäß Probleme, die sich vor allem in einer scheinbar überproportional hohen Absturzrate manifestierten. Das machte das Flugzeug jahrelang zum Mittelpunkt kontroverser Diskussionen in Politik, Streitkräften und Medien innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Obwohl sich auf 6.630 Flugstunden jeweils ein Totalverlust ergab, lag dieser Wert im gleichen Rahmen wie bei den meisten anderen militärischen Strahlflugzeugmustern. Bis zu seiner Ausmusterung konnten mehr als 2.000 Piloten der Bundesluftwaffe und der Bundesmarine auf dem Starfighter ausgebildet werden. Die letzten Exemplare wurden 1991 außer dienst gestellt.

www.scale-world.de

Verwendet wurden hier Hasegawa`s F-104 G/S und das passende CMK-Detailset 7057 (das Große). Die Decals des Bausatzes erlauben u.a. die Variante einer Luftwaffenmaschine in der späten Lizard-Tarnung.

Das Teile des CMK-Sets habe ich nur teilweise verwendet. Will jetzt nicht den Inhalt aufzählen, ist nämlich seeehr umfangreich.

www.scale-world.de

Der Hasegawa-Bausatz alleine hat für meinen Geschmack eine hervorragende Detaillierung. Die runden Vertiefungen in der Außenhaut des Triebwerksbereiches habe ich auf Fotos von Bundeswehr-Starfightern so nicht entdecken können.

www.scale-world.de

Ein sehr großes Problem hatte ich mit dem Grundbausatz. Das waren die Intakes. Die vorderen Teile hatten, egal wie man diese nach entfernen der Passstifte auch ausrichtet, immer einen Versatz zu den hinteren. Das geht nicht ohne Schleifen in einem heiklen Bereich.

www.scale-world.de

Die Verarbeitung der schönen Resinteile des CMK-Sets erfordert doch einiges an Vorbereitung am Grundbausatz. Dazu gehören natürlich die Sägearbeiten sowie ein abfräsen der jeweiligen Innenbereiche der Rumpfhälften. Sonst passt das einfach nicht. Das habe ich von Hand und mit Schleifpapier gemacht. Eine Mordsarbeit. Mache ich nächstes Mal aber mit einem Fräser und dem Dremel. Im Bereich in dem die CMK-Teile verwendet werden, muss am Rumpf prinzipiell angepasst werden.

www.scale-world.de

Die Farbgebung erfolgte mit Gunze Acryl für alles mit einer Ausnahme. Die Fahrwerksschächte und die Innenbereiche der Bremsklappen wurden mit Life-Color (mattes Aluminium) behandelt. Ein sehr passender Ton wie ich finde, jedoch habe ich die Verarbeitung von Life-Color-Farben noch nicht im Griff.


www.scale-world.de

Daher den Rest in bewährter Manier, soll heißen Gunze 50/50 mit Tamiya X20A-Verdnner gemischt. Als Arbeitsdruck verwendete ich 0,8 bis 1,0 bar, was sich nach einigen Versuchen als geeignet erwies.

www.scale-world.de

Das war mein erstes Modell mit meiner brandneuen H & S Evolution. Mit der kam ich eigentlich sehr schnell klar. Weil ich eigentlich ein Fauli bin, verwendete ich nur die 0,2mm Düse.

www.scale-world.de

Die Dreifarbtarnung ist komplett frei Hand aufgebracht. Das ging besser als ich gedacht habe. Muss aber gestehen, das insbesondere im Heckbereich doch einige Abweichungen zum Originalschema zu finden sind.

www.scale-world.de

Klarlack, sowohl der glänzende vor dem Aufbringen der Decals, sowie der abschließend aufgebrachte Mattlack stammen von Polly-Scale. Der wurde auch mit Tamiya X20A verdünnt und lies sich hervorragend verarbeiten. Und was die abschließende Wirkung der Mattlackschicht angeht, bin ich absolut überzeugt.

www.scale-world.de

Ich neige dazu, benötigte Farben vorher fertig gemischt in Windows-Color Leerflaschen aufzubewahren. Bisher hat das gut funktioniert (weiß aber nicht wie sich das langfristig auswirkt, also Vorsicht). Beim Polly Scale Klarlack, muss ich davon abraten, weil da nach relativ kurzer Zeit (ein paar Tage), ich nenne das einmal Ausflockungen, bildeten. Jedenfalls „spotzte“ die Pistole etwas, was natürlich nicht sein darf. für Abhilfe sorgt hier, wie ich mittlerweile weiß, der Einsatz von Wasser als Verdünner.

www.scale-world.de

Die gröbsten Baufehler (von vorne nach hinten):

1)   Vorderes Kanzelteil passte nicht richtig auf die CMK-Cockpitabdeckung. Da wurde gespachtelt und das unsauber.
2)   Vordere Fahrwerksschacht verkehrt herum eingebaut. Fahrwerksbein sitz aber richtig.
3)   Resincockpit sitz viel zu hoch, weil der Anguss nicht komplett entfernt wurde. Das hatte zur Folge, das die Instrumententafel und der Schleudersitz in der Hohe gekürzt werden mussten (brutal, aber ging in der Phase nicht mehr anders)
4)   Am Sägeausschnitt der Avionikbucht (die übrigens zum großen Teil gar nicht gesägt wurden, sondern durch den Einsatz einer Graviernadel entstanden) teilweise über das Ziel hinausgeschossen
5)   Bremsklappen nach dem Anstrich schön durch Superkleber gezogen
6)   Am unten offenen Triebwerksbereich sind die als Resinteil vorhanden Seitenwände nicht eingebaut (zu spät gesehen)

www.scale-world.de www.scale-world.de

www.scale-world.de www.scale-world.de www.scale-world.de www.scale-world.de www.scale-world.de www.scale-world.de www.scale-world.de www.scale-world.de www.scale-world.de

www.scale-world.de www.scale-world.de

Beides, Hasegawa Grundbausatz und CMK-Zubehör, wohl absolute Spitzenprodukte.

www.scale-world.de
Valid XHTML 1.0 Transitional Valid CSS!