Tamiya`s P51-D "Mustang"

im Maßstab 1/72 von Jan-Ulf Krethlow

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Eine P-51 D stand schon lange auf meiner Wunschliste. Hatte doch Kumpel Peter Ohlenmacher vor noch gar nicht langer Zeit ein Modell aus dem Tamiya-Kit gebastelt, welches mich für lange lange Zeit in seinen Bann ziehen sollte (in der Scale-World-Galerie ist übrigens ein Beitrag zu diesem Modell). Natürlich besorgte ich mir den Bausatz, die 72er Tamiya Warbirds sind ja nun auch nicht gerade unerschwinglich. Mittlerweile gibt es den Grundbausatz mit verschiedenen Decals, die Basis ist und bleibt aber dieselbe. Und sie ist vorzüglich, was man auch der Bausatzreview auf Scale-World entnehmen kann. 

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Dem Vorhaben stand also nicht mehr entgegen, einzig ein paar Zurüstteile sollten es noch sein. Und natürlich sollte sie eine ansprechende Farbgebung bekommen. Es verging aber nicht mehr allzu viel Zeit, da waren auch diese Punkte geklärt. Der Superscale Decal-Bogen No 72-907, Peter verwendete ihn für seine "Little Joe" erlaubte u. a. auch die Darstellung der "Frenesi" (Free-N-Easy), deren Farbgebung es mir von Anfang an angetan hat. Die breiten Invasionsstreifen auf den Flügelunterseiten sowie die an den Rumpfflanken weit hochgezogene Ausführung eben jener Markierungen erschien mir recht attraktiv. Damit war dann auch geklärt, welches Muster genau es werden sollte.

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Nämlich die Maschine von Lt. Col. Tom Hayes, eine P-51D-5-NA der 364th Fighter Squadron/357th Fighter Group. Die SuperScale-Decals sind von sehr guter Qualität und ließen sich hervorragend verarbeiten.

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Einen Haken hatte die Sache natürlich. Bei der "Frenesi" handelt es sich um eine frühe D-Variante (D-5), die im Gegensatz zur D-10 (die der Tamiya Bausatz beinhaltet) keine stabilisierende "Finne" vor dem Seitenleitwerk hatte. Diese galt es natürlich zu entfernen. Dazu wurde der entsprechende Bereich nach dem Verkleben der Rumpfhälften einfach weggeschliffen. Die dabei entstehenden Löcher wurde verspachtelt, geschliffen und nachgraviert.

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Der hervorragende Tamiya-Bausatz lässt das Modellbauerherz wirklich höher schlagen. Wenn da nicht die Kanzelverglasung wäre. Tamiya trennt hier den lackierten Bereich und das Klarsichteile der Schiebehaube. Diese Teile gehören natürlich verklebt und die Klebenaht anschließend nicht sichtbar werden zu lassen erfordert schon ein trickreiches Vorgehen. Für mich nicht machbar, von daher entschied ich mich schon recht früh auf jeden Fall in eine Vacu-Haube zu investieren. Hier wählte ich das Pavla-Produkt, im Nachhinein sicher eine suboptimale Lösung. Die Haube ist recht griesig, was sich durch ein Future-Vollbad noch recht gut kaschieren lies. Insgesamt ist sie jedoch auch zu breit, was jedoch vor dem Verkleben mit der Cockpitöffnung noch durch  das Einpassen und Verkleben des Stabilisators im inneren Bereich des Kanzelteils korrigiert werden konnte.

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Die im Original aus Presspappe bestehenden 108Gal-Zusatztanks fanden auch an der "Frenesi" Verwendung, liegen dem Tamiya-Kit jedoch leider nicht bei. Diese stammen von einem Tamiya-Bausatz der P-47 D. Ebenfalls ergänzt wurden mit offenen Rohren versehene Quickboost-Auspuffe. Die Läufe der Flügelwaffen wurden entfernt und durch Messing-Rohre (Lion-Roar hat da geringe Durchmesser für relativ geringes Geld im Angebot) ergänzt. Vor dem Aufbringen der Decals wurden alle betroffenen Bereiche großflächig mit Tamiya Glanzklarlack besprüht. Anschließend wurden die Decals mit den üblichen Sol und Set Lösungen (in meinem Fall von Microscale) an die Oberfläche gezwungen.

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Die naturmetallenen Oberflächen wie Fahrwerk, -schächte und Innenseiten der Fahrwerksklappen, Zusatztanks, und Teilbereiche der Kanzelrahmen erhielten wurden mit Modelmaster Metalizer Aluminium. Nach dem Preshading mit Gunze Rub erfolgte der Farbauftrag auf der Unter- und Oberseite mit RAF Dark Green und Medium Sea Grey, ebenfalls von Gunze. Die mit Future behandelte Vakuhaube wurde schlussendlich mit schnöden Tesafilm maskiert. Alles andere, wie z. B. das beliebte Tamiyatape, hielt einfach nicht. 

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Die abschließende Mattlackschicht erfolgte mit einem Polly Scale Flat Varnish. Matter geht´s imho nimmer, daher wurde dieser auch "gesteuert" aufgetragen. Ein paar dünne Lagen mehr und die Oberfläche fängt an zu stauben........

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Zum Schluß folgten dann noch ein paar leichte Gebrauchsspuren, wie ein Ölfarbwashing im Fahrwerksbereich eine mittels Pigmenten angedeutete Abgasfahne und ein paar mit einen silberfarbenen Buntstift aufgetragen Lackschäden an den Propellerblättern in Einstiegsbereich an den Flügelvorderkanten sowie im Bereich der oberen Motorverkleidung

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Ein klasse Kit, den Tamiya da anbietet. So macht das wirklich Spaß und auch dem weniger erfahrenen wird ermöglicht ein durchaus vorzeigbares Modell zu realisieren.

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Im Bauberichte-Bereich dieser Website hatte ich mich seinerzeit entschlossen die Entstehung dieses Modells zu dokumentieren. Bei Interesse stehen da auch weitergehende Informationen zum Bau zur Verfügung.

  
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