Eduard/Airfix Supermarine Spitfire F.24

im Maßstab 1/48 von Erik Alles

www.scale-world.de

Zum Vorbild

Gut zehn Jahre nach dem Erstflug der „Mutter aller Spits“ hatte die Entwicklungslinie der Spit ihren gleichzeitigen Höhe- und Endpunkt gefunden: die Spitfire F.24

Von ihrem direkten Vorgänger, der F.22, unterschied sie sich in einigen Punkten: vorgesehene Aufnahme von ungelenkten Raketen, zusätzlicher interner Kraftstoffkapazität und nunmehr elektrisch statt pneumatisch betriebenen 20mm Bordkanonen.

Da der Krieg schon seit einiger Zeit beendet war, fand das Erscheinen der „ultimativen“ Spitfire recht wenig Beachtung. Von den insgesamt 81 gebauten Maschinen wurden lediglich 27 Stück als komplette Neubauten hergestellt, während die restlichen aus vorhandenen Komponenten montiert wurden. Verglichen mit den Fertigungsraten zu Kriegszeiten, ging es bei der F.24 recht gemächlich zu, und so erstreckte sich die Fertigung von 1946 bis 1948.

1955 wurde die F.24 endgültig außer Dienst gestellt und im Folgejahr wurde angeordnet, alle noch vorhandenen Maschinen zu verschrotten. Heute sind nur noch drei Maschinen dieses Typs erhalten geblieben.

www.scale-world.de

Zum Modell

Eduard hat gut daran getan, sich bei Airfix bedient zu haben, denn bei der F.24 handelt es sich neben der EE Lightning aus gleichem Hause mit um den besten Bausatz dieses Herstellers. Die Detaillierung mit versenkten Gravuren ist hervorragend und die Passgenauigkeit lässt wenig Wünsche offen. Einziger Wermutstropfen ist die zu dick ausgeführte Cockpithaube, die sich nur unter „Gewaltanwendung“ geöffnet darstellen lässt.

Ersatz in Form von Vaku-Hauben gibt es von Falcon aus Neuseeland und von Squadron aus der Serie „Crystal Clear Canopies“.

www.scale-world.de

www.scale-world.de

Eduard hat diesen hervorragenden Grundbausatz mit einem Resin Cockpit von Aires, farbig bedruckten Ätzteilen, Maskierfolien und hervorragenden Decals noch weiter aufgewertet.

Auer der bereits angesprochenen neuen Haube braucht man nichts weiter an Zubehör, um ein ansprechendes Modells der Spitfire aufs Fahrwerk stellen zu können.

www.scale-world.de

Die Lackierung des Modells erfolgte mit Mr.Color Farben von Gunze in den Tönen Ocean Grey, Dark Green und Medium Sea Grey für die Unterseiten. Beim Washing und dem Altern hielt ich mich bewusst zurück, da es sich hierbei doch um eine recht gut gepflegte Nachkriegsmaschine handelt. Abschluss des gesamten Finishs bildete eine Schicht Polly Scale Mattlack. Vorbild meines Modells ist eine Maschine der No.80 Sqn aus dem Jahre 1950. Im Vorjahr wurde die Einheit im Zuge der Unruhen in Malaysia und China von Deutschland nach Hong Kong Kai-Tak verlegt, wo sie bis ins Jahr 1952 ihren Dienst versah, und dann von der DH Hornet abgelöst wurde.

www.scale-world.de

Fazit

Nach meiner Meinung die bisher gelungenste Kombination Eduards aus solidem Grundbausatz und hochwertigem Zubehör. Was Schwierigkeiten bereitet, ist der Einbau des Aires Cockpits in den Airfix Rumpf. „En Bloc“ wird es sich kaum – wie in der Bauanleitung vorgesehen – in den Rumpf verpflanzen lassen: es ist schlichtweg viel zu breit, und selbst exzessives Abschleifen wird kaum zum gewünschten Ergebnis führen. Lösung hier: Seitenwände ausdünnen, den Süll um anderthalb Millimeter kürzen, separat mit den Rumpfschalen verkleben und den Boden etwas weiter nach unten versetzen, nachdem man auch das vordere und hintere Schott erheblich schmäler geschliffen hat.

Valid XHTML 1.0 Transitional Valid CSS!